SZ, 16. August 2018

"Die Landesanwaltschaft sieht ein Dienstvergehen von Eva John (BMS) als erwiesen an. Sie soll Stadtratsbeschlüsse nicht umgesetzt und ihre Pflicht zur unparteiischen Amtsführung verletzt haben"

Deshalb hat die Landesanwaltschaft Bayern eine Disziplinarklage gegen John erhoben.

 

Die Bürgermeisterin hat so viele Gelegenheiten gehabt, Einsicht zu zeigen, ohne Prestigeverlust. Jetzt steht sie da als Beschädigte, egal wie die Klage ausgeht.

Ich hoffe, dass sich ihre Beraterinnen und Berater jetzt sehr unwohl fühlen! John steht nicht allein da - FDP, WPS und BMS haben sie stets geschlossen bestärkt in dem, wofür sie jetzt angeklagt wird. Natürlich hat sie sich die Suppe selber eingebrockt, aber: "Man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht!"

Laut SZ hat es von WPS und BMS bisher keine Stellungnahmen gegeben.

Iris Ziebart (FDP) jedoch verteidigt die Bürgermeisterin. Sie sieht kein strafwürdiges Verhalten und hält die Vorwürfe für konstruiert. Mal schaun, ob sich die Herren der WPS und die 3 MandatsträgerInnen des BMS ähnlich loyal "im Lichte" äußern werden!


SZ, Donnerstag, 19.Juli 2018:  "Entlastung für die Entlastung"

FDP gibt Widerstand gegen Tunnel auf, fordert aber Nachbesserungen

 Der stellvertretende FDP-Ortsvorsitzende Wolfgang Ziebart wird aus seiner Pressemitteilung zitiert:

 ... Demnach brauche Starnberg auch mit B2-Tunnel eine Umfahrung, weil den größten Anteil am Verkehr nicht der Durchgangsverkehr, sondern der innerörtliche Ziel- und Quellverkehr ausmacht. "Nur eine Umfahrung kann diesen Verkehr nach außen leiten, statt auf den Tutzinger-Hof-Platz", schreibt Ziebart.

 Wie!?

Man umfährt dann Starnberg, um in die Innenstadt zu kommen!?

Oder fährt man am besten gleich wo anders hin zum Einkaufen?

Oder hat sich Ziebart vertan?

Das Argument des zu erwartenden, erhöhten Verkehrsaufkommens wurde und wird genauso "praktisch" eingesetzt wie das des zu erwartenden verringerten Verkehrsaufkommens. Je nach dem, wie sich die Notwendigkeit einer neuen Straße rechtfertigen lässt. Die Form - Tunnel oder Umfahrung - spielt dabei keine Rolle.


8. Juli 2018     "es muaß ei´m a amoi wos wurscht sei"

Seit einiger Zeit versuche ich, gelassen zu sein. Der Erfolg ist dürftig.

Heut hab ich diesen Spruch der Kabarettistin Martina Schwarzmann gehört. Und jetzt versteh ich erst, um was es im Kern geht. 

Ich bleib dran!

Und zwar aus 2 Gründen:

1. Weil ich mich erinnert hab an die wunderbare Gelassenheit in meiner Jugend, wenn ich lang verreist bin und

2. weil mir humorvolle, gelassene Alte wesentlich sympathischer sind als verjammerte, die alles besser wissen und alles immer schon besser gemacht haben. 


zur Ausgabe der SZ Nr. 149, Montag, 2.Juli 2018: nicht abgeschickter Leserbrief

"Mitten in die Zukunft: Großes Hirn und kein Herz. Parkplätze statt Bäume. Pro Bannwald scheitert. Gefräßiger Kormoran." Das sind  Überschriften auf der ersten Seite dieser Ausgabe. Präziser könnte man den Stellenwert von Pflanzen und Wildtieren bei uns kaum beschreiben. "Die Feuerwehr rettet zwei Hunde" rundet das Bild ab: Für Haustiere ist auch das Herz groß.


Am 20. Juli 2018 ist der Spatenstich zum B2-Tunnel geplant, mit Ministern, Landrat, Honoratioren aller Art und Freibier, glaub ich. Heute, es ist Mittwoch der 13. Juni, steht in der SZ, dass die Bürgermeisterin John zwar anwesend sein wird, aber dass sie nix wird sagen wollen. 2.Bürgermeister Rieskamp empört sich: das sei ungezogen. Und bietet sich an, selbst ein Grußwort zu sprechen.

Was könnte John sagen: "Ich bin gegen den Tunnel und freu mich überhaupt garnicht über den Spatenstich." Würde sich anbieten. Oder: "Vielleicht lässt der Herr doch noch ein Wunder geschehn und der Tunnel wird nicht gebaut."

Und Rieskamp?

Nach dem hinter ihm liegenden Drama um Tunnel und Umfahrung kann ich ihm nur den Rat geben, es der  Bürgermeisterin gleich zu tun: Einfach mal staad sein.


 

Bis zu den Eisheiligen ist es bei uns immer gefährlich, die Blumen raus zu stellen. 11., 12., 13., und 14. Mai werden traditionsmäßig abgewartet, um empfindliche Pflanzen nicht einem Frost auszuliefern.

Am 12. Mai 2018 hat es in Starnberg um 18:00, nach einem Regen und Regenbogen, 30 Grad. Plus natürlich!


 

 

 

 

 

9. Mai 2018

mit Postkarten-Grüßen aus Dinard

und dem Hinweis auf den sensationellen

Ausblick, wenn man auf der Bank Platz

genommen hat

 


 ALTER ist die Ansammlung von Niederlagen und Verlusten


BAUHOF STARNBERG  Februar 2018

Unser Bauhof, das ist eine kleine, hermetische Welt für sich. Hier gelten andere Regeln, was das folgende Beispiel zeigt:

Die Straße durch die Maisinger Schlucht ist ja bekanntlich gesperrt, weil sie durch die Wasserschutzzone führt. Von Söcking kommend wird man durch eine Schranke am Weiterfahren gehindert, in Neu-Söcking stehn unterhalb des letzten Hauses Richtung Schlucht drei Stempen im Weg.

Im Herbst letzten Jahres ist der Bauhof angerückt, hat den mittleren Stempen eingeladen und das Loch mit Split fest verfüllt. Warum? Es hat jemand mitgedacht: Im Winter werden wir Schneeräumen müssen.

Und tatsächlich hat es ein paarmal geschneit und der Schneepflug ist in der 30er-Zone durch Neu-Söcking gespurtet, hat den Schnee vor sich her getrieben samt dem ganzen Salz und Dreck bis zum Bach runter, wo die Ladung hingeschoben wurde, ist umgekehrt und wieder den Berg rauf gefetzt.

Praktisch für den Schneepflugfahrer, schlecht fürs Trinkwasser.

Gut für die Hundehalter die keine Lust haben sich zu bücken, um die Hinterlassenschaften der Tiere einzusammeln: Wenn sogar die Stadt selber ihre eigenen Regeln nicht einhält und richtig viel Dreck ablädt, dann kann doch das kleine Häuferl nicht wirklich schaden.

Gut auch für Autofahrer, die ihre Kinder mit Schlitten zum "Wilden Kaiser" fahren oder von dort abholen. Bis zum Bach kann man ja jetzt gut fahren und das macht man dann weil man sieht: Der Schneepflug samt Dreck macht´s auch.

Anrufe beim Ordungsamt führen zu nichts, ebensowenig wie eine diesbezügliche Mitteilung an die Bürgermeisterin John. Die Antwort ist immer dieselbe: Reden Sie doch bitte mit dem Bauhof selber!


23. Januar 2018

Auf Gerüchte geben wir hier bei uns im Haus nicht viel. Das liegt nicht nur an unserem Desinteresse, sondern auch daran, dass es immer sehr lang dauert, bis sie bei uns ankommen.

Die Bürgermeisterin John und der Fraktionsvorsitzende des BMS Pfister sind ein Paar. Diese Behauptung war seit Längerem sehr laut zu hören. Stimmt sie, wenn man die beiden händchenhaltend in der Öffentlichkeit sieht?

Was ist daran interessant!?

Darf man das in Zusammenhang bringen mit Stadtrat und Verwaltung?

Sollte ich diese Beobachtung in "Frau im Spiegel" veröffentlichen?


15. November 2017

Das strategische Vorgehen, mit dessen Hilfe Eva John Bürgermeisterin hat werden wollen, hab ich zunächst bewundert. Als Stadträtin war ihr bald klar, dass sie von der Starnberger CSU nicht zum zweiten Mal als Kandidatin aufgestellt werden würde. Da gründete sie eine eigene Fraktion, zusammen mit Josef Pfister, der auch im Stadtrat und auch in der CSU gewesen ist.

Dann kam der Wahlkampf.

Und mit ihm ernsthafte Zweifel! Was konnte es bedeuten, dass Frau John als Eva mit einem Apfel in der Hand auf den Plakaten abgebildet war? "Weißt du eigentlich, was das heißt!?" wurde einer ihrer Wahlhelfer gefragt, der ein Leiterwagerl voller Äpfel hinter sich hergezogen hat. "Ja!" sagte er lachend. "Das Paradies!" Und als er die Antwort bekam, schüttelte er nur den Kopf. "Es bedeutet: Erst kurzes Vergnügen und dann  ewige Verdammnis."

Sie wurde zur Bürgermeisterin in einer Stichwahl gewählt. Ihr Gegenspieler war Ludwig Jägerhuber, CSU.

Als Stefan Frey als CSU-Ortsvorsitzender den Ausschluss aus der Partei von John und Pfister durchsetzte, weinte Frau John. Das hatten sie und ihr Fraktionskollege nicht erwartet, dass sich die CSU von ihrer Strategie hintergangen fühlte. Und sie haben anscheinend nicht gewusst, dass ihr Vorgehen nicht der Partei-Ordnung entsprach: Sie hätten die Zustimmung des Ortsverbands gebraucht, um regelkonform zu sein.

Das hat mich sehr gewundert, dass John und Pfister das nicht gewusst haben und auch, dass  sie der logische Ausschluss so getroffen hat.

Leider war das kein blöder Zufall, sondern beide haben mittlerweile oft klar gemacht, was sie von Regeln halten: Je nach Bedarf werden sie eingefordert oder ignoriert.

Diese Haltung hat zum Verlust ihrer knappen Mehrheit und jetzt zum Zerwürfnis zwischen Stadtrat und Bürgermeisterin geführt.

Wohin sie noch führen wird, mag man sich nur dann ausdenken, wenn man unerschütterlich optimistisch und in der Lage ist, Realitäten auszublenden. 

Auslaufender Bahnvertrag - Seeanbindung - Kosten für den Seebad-Umbau - Verfall des Bayrischen Hofs - Tunnel - Umfahrung - FOS/BOS - Kulturbahnhof - Verkehrsentwicklungsplan - Schorn ...


So kann man nicht arbeiten!

7. November 2017

Wenn ich Stadträtin im derzeitigen Stadtrat in Starnberg wäre, dann würde mich eines vor Allem ärgern: die Ungerechtigkeit, mit der meine Arbeit im Gremium beurteilt wird!

Ich würde angefragt haben, ich hätte gebettelt, ich hätte gedroht, aber ich hätte einfach keine Informationen von der Bürgermeisterin und der Verwaltung bekommen. Dann wäre ich in die Sitzung gegangen und hätte vorformulierte Entscheidungen treffen sollen, ohne genau zu wissen, was ich da eigentlich entscheide. Da ich das natürlich nicht mache, weil ich redlich bin, Geschäftsfrau und weiß, was meine Aufgabe als Stadträtin ist, kann ich es nicht verantworten, eine Entscheidung ins Ungewisse zu treffen. Da Enthaltungen für Ratsmitglieder verboten sind muss ich ablehnen und durch Antrag erzwingen, dass mir Informationen gegeben werden. Anschließend muss ich mir anhören, dass ich nur verhindern will, dass ich aus irgendeinem Kalkül heraus Vorschläge grundsätzlich boykotiere.

Da würde ich kotzen!

Die gewählten VertrerInnen sind zivilisiert und warten auf eine Antwort - die aber entweder nur scheibchenweise kommt, oder garnicht. Und dafür werden sie dann wieder beschuldigt, nur verzögern zu wollen. 

Wer sich die momentanen Zustände nicht vorstellen kann oder meine Schilderung nicht glaubt, sollte unbedingt selber mal in eine Sitzung kommen, oder ein paar Nachspiele lesen.


Oktober 2017

Besonders als Architektin stelle ich fest, dass wir in der Globalisierung verschwinden. Eine Vereinheitlichung der Oberflächen, das heißt der Gestaltung, findet statt. Unter Anderem übrigens auch deshalb, weil die Computersoftware international ist.

Was dadurch verloren geht ist die Möglichkeit, Halt in einem Rahmen zu finden, in dem ich mich mit meiner unmittelbaren Umgebung indentifizieren kann, ein Vorgang, der "früher" ganz normal gewesen ist.

Essen, Kleidung und nicht zuletzt Bauten sind kaum mehr nach Regionen zu unterscheiden. Dazu kommt, dass es als altmodisch, unfortschrittlich und beinah schon lächerlich gilt, Identität an der Oberfläche zu suchen. "So kann man heute nicht mehr bauen" ist ein beliebtes Argument, um zu zeigen wie modern man ist, wie sehr man mit der Zeit geht. Und globalisierte Standards werden leichtfertig als "gute Architektur" bewertet.

Diese Haltlosigkeit führt meiner Meinung nach mit zum politischen Rechtsruck.

Wir sind es nicht gewohnt, nirgendwo dazu zu gehören, vielleicht sind wir es noch nicht gewohnt. Vielleicht wächst ja die ganze Welt eng zusammen und die Fremde ist im All, daheim ist der Mensch überall auf der Erde.

Bis dahin herrscht Angst vor der Ungewissheit, Angst vor der Auflösung. Ihr wird begegnet durch Eingrenzungsversuche wie dem Brexit, oder kleinteilige Abspaltung wie derzeit in Katalonien. Das Fremde wird zur Bedrohung, damit natürlich auch und vor Allem die Fremden. Es entsteht das Bedürfnis, Grenzen zu ziehen, zu sichern, deutlich zu machen.

Alle diese Bemühungen sind extrem hilflos.

Besonders und an aller erster Stelle sind die Konservativen dafür verantwortlich. So schürt zum Beispiel die CSU den Heimatgedanken, während sie gleichzeitig die Vernichtung der Landschaft fördert, wenn es um wirtschaftlichen Mehrgewinn geht. Anstatt dafür zu sorgen, dass sich Regionen in ihren Eigenheiten entwickeln, wird eine Obergrenze für den Zuzug von Geflüchteten propagiert und damit davon abgelenkt, dass Söder und Konsorten für die komplette Globalisierung Bayerns sorgen. Der Wunsch Vieler, dazu zu gehören, wird schamlos ausgenutzt, um die wirtschaftlichen Interessen nach Wachstum, nach Mehr und immer Mehr, durchzusetzen. Konsumieren soll der Mensch, das steht an erster Stelle.

Der Identitätskonflikt, der jetzt zu spüren ist, wird entweder im äußersten, rechten Eck thematisiert und auch dort hemmungslos missbraucht, oder nicht ernst genommen.


Luxus

Ich schwimm im See.

Dann verlass ich das Steininger und muss mich um garnix kümmern: es ist gemäht, die Bäume sind geschnitten, das Clo funktioniert und sogar der Müll wird weggeräumt.


wie´s nur grad sein mag:

am 16. Mai 2017 bin ich in den Ortsvorstand der Grünen in Starnberg gewählt worden. Angetreten bin ich u.A. deshalb, weil ich die Trennung von Amt und Mandat sehr sinnvoll finde und zudem für Arbeitsteilung bin.

Ziemlich genau eine Woche später, am 24. Mai, ruft mich Johanna Stängl an um mir mitzuteilen, dass sie von ihrem Amt als Kreisrätin aus gesundheitlichen Gründen zurücktritt und ich die Nachrückerin bin!!


 

 

 

 

 

 

 

 

Mai 2017

Vergleichsmöglichkeit weiter unter auf der Seite vom Mai 2016


 

Jahresbericht 2016 Stadt Starnberg:

April 2017

Das sind genau die Fotos, die ein idyllisches Bild von Starnberg abbilden, das es in vereinzelten Details gibt, den Gesamteindruck aber in keiner Weise darstellen.

Den Starnbergern braucht man nix vorgaukeln, die sehn ja die Realität. Will man den Tourismus damit ankurbeln? Oder soll so getan werden, als gäbe es nur ein kleines, altes Kircherl und freien Zugang zum See?

Am wenigsten versteh ich dabei, dass eigentlich alles unternommen wird, um genau diesen schönen, gelassenen Eindruck der Stadt zu versauen durch kalte, möglichst große Gebäude, denen man aus allen Perspektiven ansieht, dass nur der Profit zählt. Freiräume oder gar Landschaften werden vernichtet zu Gunsten von Beton, Stahl und Glas - da liegt das Geld und nicht in den kleinen, hölzernen Schiffshütterl.

Ob bei Weihnachtskarten oder bei Reklamebroschüren wie dieser: bisher hat jeder Bürgermeister, jede Bürgermeisterin und jede Stadtverwaltung, die ich beobachtet hab, genau dasselbe Verhalten an den Tag gelegt: das Scheinbare wird teuer in Szene gesetzt, die Realität wird in den Bildern ausgeblendet und der Zerstörung des Dargestellten wird fraglos zugestimmt.  

Dazu passt der Hintergrund, vor dem Stadtbaumeister Weinl abgebildet ist: er sitzt vor der Mauer, die den Schloßgarten umgibt.

Warum zeigt er sich nicht vor dem neuen Gebäude der Deutschen Bank am Tutzinger-Hof-Platz? Er hat immer betont, dass es sich dabei sowohl städtebaulich als auch gestalterisch um ein echtes Highlight handelt. Ein äußerst gut gelungenes Beispiel für moderne Architektur hat er es genannt und immer wieder auf das raffinierte Detail hingewiesen: die Abschrägungen der Fensterlaibungen in der Fassade zur Wittelsbacherstraße.

Vielleicht soll seine Umgebung auf dem Bild seine Verbundenheit mit Alt-Modischem darstellen. Als bekennender Flachdachfan weiß er natürlich, dass diese Dachform in Deutschland als modern galt als es das "Bauhaus" in Weimar und Dresden gegeben hat. Das war von 1919 bis 1933.

 


19. April 2017   Leserbrief

zum Artikel "Die Gräfin will hart bleiben" in der SZ vom 18.4.2017, in dem Peter Haacke berichtet, dass Stephanie Gräfin Bruges-von-Pfuel in der Nähe ihres Gutes Mamhofen keinen "Freizeitpark" will und deswegen keinen Grund für eine kleine Unterführung zur Verfügung stellen wird.

 

"Wie würde es denn mit einer Lösung ausschaun, die im Stadtrat schon skizziert worden ist: alles bleibt wie es ist. RadlerInnen, ReiterInnen und FußgängerInnen überqueren dann mit dem gleichen Risiko die Straße, die jetzt mit 70 km/h zu befahren ist. Der Lärmschutzwall muss nicht gebaut werden, da die Fledermäuse offenbar mit der jetzigen Situation zurecht kommen. Die Straße wird nicht vom Gut Mamhofen abgerückt und nicht zur Tempo-100-Strecke ausgebaut. Die Stadt Starnberg gibt ihre Widmungen auf Mamhofener Grund nicht auf und die Gräfin muss nichts hergeben. Natürlich müsste die Straße modifiziert werden, was aber sehr viel weniger kostet als ein Neubau. Da die Gräfin ja nicht in Mamhofen wohnt würde sie das zu erwartende, sehr erhöhte Verkehrsaufkommen bestimmt nicht stören."


3.Februar 2017

In der Stadtrats-Sitzung letzten Montag hat Stefan Frey(CSU)  folgende Prognose abgegeben: "Es ist ganz klar, dass die Westtangente sehr viel zusätzlichen Verkehr in die Stadt pumpen wird."


11. November 16

Donald Trump ist der neue Präsident der USA.

Viele PolitikerInnen sind schockiert. Niemand wagt ernsthaft vorher zu sagen, wie sich die Situationen nun entwickeln werden.

Mich persönlich schockiert Trump weit weniger als die Tatsache, dass es so viele gibt, die ihn gewählt haben. Er hat gelogen, verleumdet, verunglimpft und keinen Zweifel an seiner Unseriosität gelassen. Auf Sachfragen wusste er oft keine Antwort und seine Frau ließ er die Rede von Michelle Obama ablesen. 

Aber: Wenn man sich drüber lustig macht, dass der Amerikanische Präsident eventuell eine Katze auf dem Kopf trägt, dann sollte man erwähnen, dass Berlusconis Frisur dem Anschein nach mit Edding aufgemalt gewesen ist.

Und wenn ich in mein kleines, direktes Umfeld schau: Da sind die Leute gewählt worden, deren Hauptargument, warum sie gewählt werden sollten, war, dass sie eine Umfahrung in sechs Jahren fertig haben werden. Wer ist denn denen auf den Leim gegangen, fragt man sich jetzt. Waren das ProtestwählerInnen, die eine zerstrittene, erstarrte CSU nicht mehr haben wählen wollen? Waren es BürgerInnen, die die etablierten Strukturen satt hatten? Oder waren es Leute, die das tatsächlich geglaubt haben? Letzteres mag ich mir ja am wenigsten vorstellen!!

Trumps Art des politischen Auftritts wird als Populismus bezeichnet. Dem Duden entnehme ich:

"Populismus - von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik mit dem Ziel, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen.

Der Opportunist ist jemand, der sich aus Nützlichkeitserwägungen schnell und bedenkenlos der jeweils gegebenen Lage anpasst."

Da seh ich Spielräume, die mich hoffen lassen, dass alles gut ausgeht.


22./23. Oktober 16

Starnberger Merkur: "Staatsantwalt: Kein Verdacht gegen Kammerl"

"Für WPS-Chef Picker ist die Angelegenheit damit erledigt. "... ich habe kein Problem damit.""

"Bürgermeisterin John verteidigt derweil ihren Brief an die Staatsanwaltschaft." Sie wird von einigen Stadträten für ihre Vorgehensweise heftig angegriffen. Frey(CSU) spricht von einer "unfassbaren Vorgehensweise" und Janik(UWG) hat die Rechtsaufsicht befragt. 10 StadträtInnen wollen in der Stadtratssitzung nächsten Montag das Thema behandeln.

Ich bin der Überzeugung, dass sich genau diese Stadträte wahnsinnig drüber aufgeregt hätten, wenn John die Erklärung des Staatsanwaltes selber formuliert und vorgelegt hätte. Kleinliche Racheaktionen halte ich für Energieverschwendung und Athmo-Verpestung - Krokodil und Skorpion sollten sich freun, dass sie in diesem Fluss doch nicht ertrunken sind. (siehe Bemerkung v. 21.10.)

 


21. Oktober 2016

Starnberger Merkur:  "John hetzt Kammerl den Staatsanwalt auf den Hals" von Peter Schiebel

Unangebracht reißerisch ist diese Überschrift und der Sachverhalt steht heute nur im Merkur, nicht in der SZ.

Meiner Meinung nach bleibt Frau John garnix anderes übrig als die Angelegenheit gerichtlich klären zu lassen. Was sonst würde von Herrn Prof.Dr. Picker akzeptiert werden?

 

Die Vorgeschichte ist hier unter September 2016 beschrieben und von Frau Loesti in den Besucher-Kommentaren ergänzt.

 

-- Am Ufer eines breiten Flusses stand ein Skorpion und bat ein Krokodil, es auf seinem Rücken auf die andere Seite zu bringen. Das Krokodil weigerte sich und sagte: "Das mache ich bestimmt nicht: Du wirst mich stechen!" Da antwortete der Skorpion: "Warum sollte ich das tun!? Dann gehn wir unter und sind beide erledigt." Das leuchtete dem Krokodil ein und der Skorpion setzte sich auf seinen Rücken.

In der Mitte des Flusses stach der Skorpion das Krokodil, das daraufhin starb und der Skorpion ging mit ihm unter. --

 

Diese Geschichte hat uns ein Afrikaner erzählt und sie als Gleichnis bezeichnet, das seinen Kontinent beschreibt. Mal schaun wie absurd es ist, dass sie mir im Zusammenhang mit dem Merkur-Artikel einfällt.


13. Oktober 2016

2 Ausschuss-Sitzungen sind abgesagt worden, da regen sich alle furchtbar drüber auf. Aber was, frage ich, sollte denn jetzt im Verkehrsausschuss besprochen werden!!?? Die Sondersitzung war am 6. Oktober, die dort gefassten Beschlüsse sollen Anfang Februar nächsten Jahres umgesetzt sein.

Und wenn es zwischenzeitlich keine Besprechungen mit der Bahn gegeben hat - und davon kann man ausgehn - dann weiß ich auch beim Thema Seeanbindung nicht, worüber der Stadtrat sich in einer Ausschuss-Sitzung unterhalten will. Es sollen doch hoffentlich nicht die Vorschläge des Verschönerungsvereins erörtert werden!?

 


September 2016:

Aufklärung eines strafrechtlich zu verfolgenden Vergehens!?

Prof.Dr. Picker, Stadtrat der WPS, hat im letzten Bauausschuss wieder mal eine Story geliefert, über die es sich nachzudenken lohnt!

 

Zunächst die derzeitige Situation:

Frau Kammerl und Frau Loesti sind für die "Wähler Pro Starnberg" in den Stadtrat gewählt worden. Die WPS zeichnet sich durch ein vehementes Eintreten für eine Umfahrung, mehr noch für ein schier fanatisches Ablehnen des B2-Tunnels aus. Sie stehen ohne Wenn und Aber hinter der Bürgermeisterin John. Der Initiative zur Demokratisierung der Geschäftsordnung haben sie sich nicht angeschlossen. "Sie", das sind nur noch 4 WPSler, denn Kammerl und Loesti haben die Fraktion verlassen und die "Die ParteiFreien" gegründet. Seither schwelt eine Feindlichkeit zwischen Picker und Kammerl und auch zwischen Kammerl und John, die fast in jeder Sitzung spürbar im Raum steht.

 

In der letzten Bauausschuss-Sitzung empört sich Picker überraschend: Kammerl hat ihren Wohnsitz nicht in der Stadt Starnberg, sondern in Pöcking. Damit hat sie sich unrechtmäßig in den Stadtrat geschmuggelt und muss deshalb hinter Gitter.

Wird Kammerl ihres Amtes verwiesen, dann rückt ein WPS-Kandidat nach und Loesti wäre allein und damit nur für die Stadtratssitzungen zugelassen, nicht aber für Ausschüsse.

 

Zwei Aspekte machen Pickers Empörung über den angeblichen Rechtsbruch von Frau Kammerl fragwürdig:

Die Kammerlsche Wohnsituation hat sich nicht verändert, seit sie mit der WPS in den Wahlkampf 2014 gezogen ist. Sie hat ein Haus in Niederpöcking und ein Wohn-Atelier in Neu-Söcking. Hat sie das Picker verschwiegen? Hat sich Picker nicht drum geschoren, ob seine Kandidatinnen auf der WPS-Liste rechtmäßig dort stehen? Hat er seinerzeit angenommen, dass Kammerl in Neu-Söcking ihren Lebensmittelpunkt hat? Wenn ja - was hat seine Meinungsänderung bewirkt?

Und dann ist da noch diese Bausache. Picker hat ein Grundstück in einem Grüngürtel am Söckinger Berg. Der Wald muss erhalten bleiben, das Grundstück hat keine ordentliche Zufahrt und es gibt einfach kein Baurecht dort. Das aber ist Pickers erklärtes Ziel: ein Haus im Grünen. Der von ihm initiierte Fall der Baumschutzverordnung hat ihn schon weit voran gebracht, und tatsächlich hat der Starnberger Bauausschuss in der vorletzten Sitzung mit einer Stimme Mehrheit dem Bauvorhaben zugestimmt. Picker hat dafür schon zu Bürgermeister Pfaffingers Zeiten gekämpft und wähnte sich als Sieger.

 

Da beantragten 8 StadträtInnen, den Beschluss in einer Stadtratssitzung erneut zu behandeln. Dem muss stattgegeben werden, da es genügend AntragstellerInnen sind und weil in der pro-Picker Bauausschuss-Sitzung der Fraktionswechsel von Kammerl, die im Bauausschuss sitzt, nicht berücksichtigt worden ist. Selbstverständlich hat auch Kammerl den Antrag unterzeichnet.

 

Das könnte spannend werden, am kommenden Montag, 26. September, wenn im Stadtrat - voraussichtlich - alles besprochen wird.

 

 siehe auch den Besucher-Kommentar von Frau Loesti


21. Mai 2016

Häuser sind eine willkürliche Ansammlung von diversen Materialien.

Häuser prägen unsere Lebensräume.

Häuser sind Ausdruck unserer Vorstellungen von Zusammenleben, Identität und Zeitgeist.

Jetzt wird wieder mal ein großes, altes Haus in Starnberg abgerissen. Das vermute ich jedenfalls: es ist ausgeräumt und die Bäume im Garten sind gefällt. Ein Wohnhaus am Ende der Kaiser-Wilhelm-Straße, rechts Richtung Bahnhof.

die Architektin Annette von Czettritz hat kürzlich gesagt, dass das Haus NICHT abgerissen wird! Freut mich!! (Ende Sept.16)

Wenn es marod ist, dann soll es abgerissen werden, finde ich, obwohl ich grundsätzlich eher für den Erhalt bin.

Aber es schmerzt mich trotzdem.

Denn:

Was wird kommen?

Ein seelenloses, identitätsfreies Gebäude, das sich dem globalisierten Geschmack unserer Zeit unterordnet und dem man ansehen wird, dass es wieder mal nur ums Geld geht.

Je gründlicher ich mich  täusche umso besser!

Wie hat es nur dazu kommen können, dass diese altmodische Schachtelästhetik so ein revival erleben kann!?


Nach dem Umbau der Bahnhofsstraße wurde oben an der Kreuzung Söckingerstraße-Hauptstraße-Bahnhofstraße dieser weiße Kasten aufgestellt. 

Der Umbau ist eine deutliche Verbesserung: gestalterisch und verkehrstechnisch. Die Schachtel ist genau das Gegenteil: ohne städtebauliche Bezüge  und plump zerstört sie die Möglichkeit, die kleine Grünfläche ansprechend zu gestalten.

Die Bürgermeisterin verspricht sich Verbesserungen durch Bemalen und Bepflanzen.

Schau ma´ mal.

(Foto vom Freitag, 13. Mai 2016)